DE - Dia-Sammlung aus dem wissenschaftlichen Nachlass des Archäologen und Prähistorikers Joachim Herrmann (1932–2010).
Die Sammlung umfasst ca. 5.400 Dias und dokumentiert die Forschung Herrmanns zwischen den späten 1950er Jahren und 1992. Sie gliedert sich in Ausgrabungsdokumentation, Themenschwerpunkte und Forschungsreisen. Neben zumeist unveröffentlichten Fotografien sind Reproduktionen von Zeichnungen, Plänen u.a. sowie aus Printpublikationen enthalten. Es wird davon ausgegangen, dass Herrmann die Dias in die vorgefundene Reihenfol-ge gebracht hat. Die Themenschwerpunkte können im Hinblick auf Vorlesungen oder Publikationen erstellt worden sein oder Herrmann zur eigenen Wissensorganisation gedient haben. Im Rahmen des Projektes „Virtuelles Archiv ‘Sachsen und das östliche Europa’ – Erschließung arkaner Quellen für die Osteuropaforschung“ wurden die Dias 2017–2020 am Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) digitalisiert und mit Metadaten erschlossen.
EN - Slide-Collection from the scientific legal estate of the archaeologist and prehistorian Joachim Herrmann (1932–2010). The collection of approx. 5,400 slides documents J. Herrmann’s research between the late 1950s and 1992. Main focus are archaeological excavations, thematic compilations and expeditions. Next to mostly unpublished photographs the collection contains reproductions of drawings, schemes, models as well as from print publications. It is assumed that J. Herrmann himself arranged the slides in the existing order. The thematic compilations may have been assembled with regard to lectures or publications or may have served Herrmann to organize his own research process. The slides have been digitised and indexed with metadata in the course of the project „Virtuelle Archive ‚Sachsen und das östliche Europa‘ - Erschließung arkaner Quellen für die Osteuropaforschung“, running from 2017 to 2020, at the Leibniz Institute for the History and Culture of Eastern Europe (GWZO).
Die Dia-Sammlung ist aus nutzungsrechtlichen Gründen nur über die Bibliothek des GWZO zum Zweck der eigenen wissenschaftlichen Forschung zugänglich. Eine Veröffentlichung ist ohne Klärung der Nutzungsrechte nicht möglich, diese liegen bei den Urhebern bzw. den Rechtsnachfolgern.
Die Dias entstanden im Rahmen der Forschungstätigkeit Joachim Herrmanns von den späten 1950er Jahren bis etwa 1990 (1957-1992). Es handelt sich um Fotografien zu Grabungen (Plana, Schnitte, Funde u.a.) und von Forschungsreisen, dazu Reproduktionen von Zeichnungen, Tabellen, Schemata, Modellen, Rekonstruktionen sowie Reproduktionen v.a. von Karten aus Publikationen. Die Urheber der einzelnen Fotografien, Zeichnungen, Schemata usw. sind mit wenigen Ausnahmen nicht überliefert, die Quellen für die Reproduktionen aus Publikationen nur zum Teil auf den Dias vermerkt. Nach dem Tod Joachim Herrmanns im Jahr 2010 konnte ein Teil seines wissenschaftlichen Nachlasses, eingeschlossen die Dia-Sammlung, für das GWZO erworben und hier zum Zweck der wissenschaftlichen Forschung über die Bibliothek zugänglich gemacht werden. 2017-2020 wurde die Dia-Sammlung im Projekt „Virtuelles Archiv ‚Sachsen und das östliche Europa' – Erschließung arkaner Quellen für die Osteuropaforschung“ digitalisiert und erschlossen. Das Projekt war Teil des Verbundprojekts „Virtuelle Archive für die geisteswissenschaftliche Forschung“ (durchgeführt von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, gefördert vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst). Das Projekt wurde am GWZO von Kristina Kunze betreut. Die Erschließung orientierte sich an IPTC, LIDO und Dublin-Core. 2020-2021 wurden die MetaDaten für die Veröffentlichung der Dia-Sammlung über das OstData-Portal durch OstData aufbereitet. Es handelt sich um Original-Diafotografie und Reproduktionen von Originalvorlagen (Grafiken, Schemata, Pläne, Zeichnungen) sowie Reproduktionen aus Publikationen (vor allem Karten). Eine Unterscheidung, welche Reproduktionsvorlagen Originale waren und welche aus Publikationen stammen, kann nicht klar getroffen werden.
Die Bildmotive wurden mithilfe einer Spiegelreflexkamera digitalisiert. Die Rahmenbeschriftung sowie eine objektive Bildbeschreibung wurde in den Metadaten erfasst. Eine ausführliche fachwissenschaftliche Erschließung der Bildinhalte ist bislang noch nicht erfolgt.