Wissenschaftsbarometer - Repräsentative Bevölkerungsumfrage zu Wissenschaft und Forschung in Deutschland - Kumulation 2014-2024 Science Barometer - Cumulation 2014-2024

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Mit dem Wissenschaftsbarometer erhebt Wissenschaft im Dialog seit 2014 jährlich bevölkerungsrepräsentative Daten zu Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland gegenüber Wissenschaft und Forschung. Ziel ist es, durch die Erhebung, Aufbereitung der Daten und Kommunikation der Ergebnisse zu einem faktenbasierten Diskurs über das Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit und eine zielgerichtete Wissenschaftskommunikation beizutragen. Der Fragebogen des Wissenschaftsbarometers beinhaltet entsprechend Fragestellungen zu kognitiven Einstellungen wie Interesse und Informiertheit und dem Informationsverhalten der Befragten zu Themen aus Wissenschaft und Forschung. Außerdem werden evaluative Einstellungen u. a. zum Vertrauen, zur Beurteilung von Nutzen und Risiken von Wissenschaft und zur gesellschaftlichen Rolle von Forschung erhoben. Die Fragestellungen zielen auf allgemeine Einstellungen gegenüber Wissenschaft und Forschung ab. In Einzelfällen widmen sich Fragen auch konkreten Forschungsbereichen oder Technologien oder im jährlichen Wechsel auch aktuellen Entwicklungen in Wissenschaft und Öffentlichkeit. Die Wissenschaftsbarometer 2014 bis 2016 wurden von der Philip Morris Stiftung gefördert, die Wissenschaftsbarometer 2017 bis 2022 von der Robert Bosch Stiftung. Ab 2022 fördern und unterstützen die Fraunhofer-Gesellschaft und seit 2023 die Carl-Zeiss-Stiftung das Wissenschaftsbarometer. Seit 2024 fördert auch die Klaus Tschira Stiftung das Wissenschaftsbarometer. Die Ergebnisse der Wissenschaftsbarometers basieren auf telefonischen Interviews (CATI), die von 2014 bis 2024 im Rahmen von Mehrthemenumfragen von Verian (bis 2023 als Kantar Public) – im Auftrag von Wissenschaft im Dialog – geführt wurden. Als Grundgesamtheit diente die deutschsprachige Wohnbevölkerung in Privathaushalten ab 14 Jahren. Die Auswahl der Befragten erfolgte durch eine mehrstufige Zufallsauswahl unter Einschluss von Festnetz- und Mobilfunknummern (Dual-Frame Stichprobe). Inhalte der Fragebögen: 1. Interesse an und Informiertheit zu Wissenschaft und Forschung: Interesse an den Themen Politik, Wirtschaft und Finanzen, Wissenschaft und Forschung; Informiertheit zu Wissenschaft und Forschung; Nutzungshäufigkeit verschiedener Informationskanäle über Wissenschaft und Forschung im Internet 2. Informationsverhalten zu Wissenschaft und Forschung: Informiertheit über ausgewählte Nachrichtenthemen; Informationsquellen im Internet über Wissenschaft und Forschung; Besuch von Einrichtungen mit Bezug zur Wissenschaft in den letzten zwölf Monaten 3. Beteiligung an Wissenschaft und Forschung: Zustimmung zu Aussagen über die Transparenz von Wissenschaft und Forschung; Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an Wissenschaft und Forschung 4. Vertrauen in Wissenschaft und Forschung: Generelles Vertrauen in Wissenschaft und Forschung; Vertrauen in Teilbereiche von Wissenschaft und Forschung; Gründe für Vertrauen zu Wissenschaftlern; Gründe für Misstrauen gegenüber Wissenschaftlern; Verständnis von „wissenschaftlich erforschen“; Zustimmung zu Aussagen über die Komplexität von Wissenschaft und Forschung 5. Bewertung des Nutzens und der Risiken von Wissenschaft für die Gesellschaft: Einstellungen zu Wissenschaft und Forschung 6. Gesellschaftliche Rolle von Forschung: Meinung zu den Ausgaben für Forschung bei reduzierten Staatsausgaben; gegenseitige Einflussnahme von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik; Zustimmung zu Aussagen zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik 7. Wissenschaft und Forschung in der Zukunft: Wichtigster Forschungsbereich für die Zukunft; Einfluss der Wissenschaft auf das Leben zukünftiger Generationen 8. Konkrete Vorstellungen von Wissenschaft und Forschung: Verständnis des Begriffs etwas ‚wissenschaftlich zu erforschen‘; Fähigkeiten bzw. Eigenschaften eines guten Wissenschaftlers/ einer guten Wissenschaftlerin Thema 2014: Einstellung zur wissenschaftlichen Erforschung von Fracking; Interesse an Citizen-Science-Projekten. Thema 2015: Präferenz bezüglich der Entscheidung über Forschungsgelder; Investitionen in Grundlagenforschung zur Schaffung von Arbeitsplätzen; Bewertung der Zusammenarbeit von öffentlichen Forschungseinrichtungen mit Unternehmen; Meinung zur Handhabung von Forschungsausgaben bei gekürzten Staatsausgaben Thema 2016: Geflüchtete und Integration: ausreichende Berücksichtigung von wissenschaftlichen Erkenntnissen bei der Berichterstattung zum Thema Flüchtlinge; Einfluss verschiedener Personengruppen bei der Berichterstattung über Geflüchtete Thema 2017: Meinung zu unwissenschaftlichen Aussagen (Klimawandel, Impfschäden, Evolution), ausreichende Thematisierung von Wissenschaft und Forschung im Bundestagswahlkampf Thema 2018: Fähigkeiten es einer guten Wissenschaftlerin oder eines guten Wissenschaftlers, Bewertung von Kontroversen in der Wissenschaft, Beurteilung von Verständlichkeit von Wissenschaft, Relevanz von Wissenschaft im Alltag, Bewertung von Widerlegungen wissenschaftlicher Erkenntnisse durch Wiederholungsstudien Thema 2019: Beurteilung von Nachhaltigkeitsthemen und Auswirkungen von Globalisierungen; Bewertung von Äußerungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Angesicht von Fridays for Future; Bewertung von Wissenschaftsfreiheit und Orientierung von Forschungsthemen an gesellschaftlichen Themen Thema 2020 – April: Corona-Spezial: Informiertheit über Corona, Beschäftigung mit dem Geschehen rund um Corona, Angemessenheit der Maßnahmen zu Corona; Vertrauen in Aussagen verschiedener Akteure zu Corona; Informationsverhalten zum Thema neue Entwicklungen zu Corona aus Wissenschaft und Forschung; wahrgenommene Wissenschaftsdisziplinen bzw. Forschungsbereiche als Informationsquellen für Corona; Zustimmung zu Aussagen über Wissenschaft und Forschung im Kontext mit CoronaThema 2020 – Mai: Corona-Spezial: Vertrauen in Wissenschaft und Forschung; Zustimmung zu Aussagen über Wissenschaft und Forschung im Kontext mit Corona Thema 2020: Corona-Pandemie: Die aktuellen Corona-Maßnahmen sind angemessen; großes Wissen über das Coronavirus; Vertrauen in Aussagen verschiedener Akteure zu Corona; Zustimmung zu verschiedenen Aussagen über Wissenschaft und Forschung im Kontext mit Corona; Zustimmung zu allgemeinen Aussagen zu Corona; Impfbereitschaft gegen das Coronavirus; geschätzte Wahrscheinlichkeit einer persönlichen Infektion mit dem Coronavirus; Wahrscheinlichkeit von schwerwiegenden gesundheitlichen Auswirkungen einer persönlichen Infektion mit dem Coronavirus Thema 2021: Corona-Pandemie: Meinungsbild zu Corona: Die aktuellen Corona-Maßnahmen sind angemessen; großes Wissen über das Coronavirus; Vertrauen in Aussagen verschiedener Akteure im Kontext der pandemischen Lage; Erwartungshaltung gegenüber der Rolle von Wissenschaftlern in politischen Entscheidungsprozessen zu Corona Wahrnehmung der Rolle von Wissenschaftlern in politischen Entscheidungsprozessen zu Corona; Vorstellung über Auswahl von Wissenschaftlern und Beratung durch Wissenschaftler; Zustimmung zu Aussagen über Wissenschaft und Forschung sowie allgemeine Aussagen im Kontext mit Corona.Thema 2022: Vertrauen in die Aussagen verschiedener Akteure zu aktuellen Fragen der Energieversorgung in Deutschland; Vertrauen in die Aussagen verschiedener Akteure zu Corona Thema 2023: Einsatz von künstlicher Intelligenz in Form von Programmen wie ChatGPT: Bekanntheit von Programmen wie ChatGPT; Bewertung von Programm wie ChatGPT bei der Wiedergabe wissenschaftlicher Inhalte: Zustimmung zu vier möglichen positiven Aspekten; Zustimmung zu vier möglichen negativen Aspekten; Vertrauen in Programme wie ChatGPT bei der Wiedergabe wissenschaftlicher Inhalte. Thema 2024: Wahrnehmung von Wissenschaftsfreiheit in Deutschland; Begründung für eine positive bzw. eine negative Wahrnehmung der Wissenschaftsfreiheit; Einstellung zur Beeinträchtigung öffentlicher Kommunikation über Forschung: Wahrscheinlichkeit möglicher Gründe, die Wissenschaftler und die Wissenschaftsfreiheit einschränken könnten; gegenseitige Einflussnahme von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft: Bewertung des Einflusses der Wissenschaft auf die Politik, von Politik auf die Wissenschaft und von Wirtschaft auf die Wissenschaft 9. Persönlicher Bezug zu Wissenschaft und Forschung: Arbeitsstelle in Wissenschaft und Forschung; Bezug zu Wissenschaft und Forschung im weiteren Umfeld: beruflich anderweitig mit Wissenschaft und Forschung zu tun, Familienmitglieder oder Freunde, die studiert haben oder noch studieren; persönliche Bekanntschaft mit einem Wissenschaftler oder einer Wissenschaftlerin; Einschätzung der eigenen Religiosität; befragte Person oder mindestens einer der Elternteile im Ausland geboren (Migrationshintergrund) Demographie: Geschlecht; Alter; Schulbildung; Berufstätigkeit; Berufstätigkeit im Detail; Haushaltsgröße; Kinder unter 14 Jahren im Haushalt; Haushaltsnettoeinkommen; Wahlberechtigung; Parteipräferenz Zusätzlich verkodet wurde: Interview-Nr.; Interviewdauer (in Sekunden); Gewicht; Ortsgröße (BIK); Bundesland; Region West/Ost

Since 2014, Wissenschaft im Dialog has been using the Science Barometer to collect representative data on the attitudes of citizens in Germany toward science and research on an annual basis. The aim is to contribute to a fact-based discourse on the relationship between science and the public and to targeted science communication by collecting and processing data and communicating the results. The Science Barometer questionnaire includes questions on cognitive attitudes such as interest and awareness, and the information-seeking behavior of respondents on topics related to science and research. It also collects evaluative attitudes on topics such as trust, the assessment of the benefits and risks of science, and the social role of research. The questions focus on general attitudes toward science and research. In individual cases, questions also address specific research areas or technologies, or, on an annual basis, current developments in science and the public sphere. The Science Barometers from 2014 to 2016 were funded by the Philip Morris Foundation, and the Science Barometers from 2017 to 2022 by the Robert Bosch Foundation. From 2022 onwards, the Fraunhofer Society will fund and support the Science Barometer, and from 2023 onwards, the Carl Zeiss Foundation will also do so. Since 2024, the Klaus Tschira Foundation has also been funding the Science Barometer.

Computergestützte Telefoninterviews (CATI - Computer Assisted Telephone Interviewing) mit kombinierter Festnetz- und Mobilfunk-Stichprobe im Verhältnis 80:20 (Dual-Frame-Ansatz) im Rahmen einer Mehrthemenumfrage

Deutschsprachige Wohnbevölkerung ab 14 Jahren in Privathaushalten

Auswahlverfahren Kommentar: Wahrscheinlichkeitsauswahl: Mehrstufige Zufallsauswahl; Mehrstufige Zufallsauswahl, kombinierte Festnetz- und Mobilfunk-Stichprobe im Verhältnis 80:20 (Dual-Frame-Ansatz) im Rahmen einer Mehrthemenumfrage von Verian

Die Stichprobenziehung wurde nach ADM vorgenommen - d.h. auf Basis einer Initiative des Arbeitskreises Deutscher Marktforschungsinsitute (ADM) unter Zugrundelegung des Gabler-Häder-Verfahrens erstellten nationalen Telefonstichprobe, die auch nicht verzeichnete Telefonnummern enthält. Innerhalb der ausgewählten Haushalte der Festnetzstichprobe erfolgte eine Zufallsauswahl der Zielperson. Für die Mobilfunkstichprobe entfiel die systematische Zielpersonenauswahl, da Mobiltelefone fast ausschließlich von einer Person genutzt werden.

Identifier
DOI https://doi.org/10.4232/1.14681
Metadata Access https://api.datacite.org/dois/10.4232/1.14681
Provenance
Creator Kremer, Bastian; Fischer, Liliann; Fecher, Benedikt
Publisher GESIS
Contributor Verian
Publication Year 2025
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Language German
Resource Type Dataset
Version 1.0.0
Discipline Social Sciences
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