In diesem Vortrag, der am 5. März 2026 auf der MOTRA-K 2026 in Wiesbaden an der dortigen Hochschule Fresenius gehalten wurde, werden Erkenntnisse der 17. Welle der repräsentativen Umfrage "Menschen in Deutschland: International" vorgestellt. Im Rahmen dieser Studie wurde in der Zeit vom 4.12.-12.12.2025 insgesamt 2435 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren zu ihren Einstellungen gegenüber Altersbeschränkungen des Zugangs junger Menschen zu sozialen Medien befragt.
Mehr als drei Viertel (78,1%) befürworteten ein Verbot des Zugangs zu sozialen Medien für Kinder bis zu 13 Jahren. 76,9% befürworteten, dass Kinder bis zum Alter von 16 Jahren nur mit elterlicher Zustimmung Zugang zu sozialen Medien erhalten dürfen. 71,5% sind dafür, dass die Anbieter soziale Medien gesetzlich verpflichtet werden sollten dafür zu sorgen, dass unter 18jährige ohne elterlicher Zustimmung ihre Plattformen nicht nutzen können.
Die Befürwortung einer gesetzlichen Beschränkung des Zugangs von Kindern und Jugendlichen zu sozialen Medien, insbesondere ein Verbot für Kinder bis 13 Jahre, wie es in Deutschland u.a. auch die Leopoldina angeregt hat, findet danach in der Bevölkerung umfassende Zustimmung. Diese Zustimmung ist etwas höher bei Personen, die selbst minderjährige Kinder haben. Hier liegt sie über 80%.
Insoweit würde ein gesetzliches Verbot des Zugangs zu sozialen Medien für Kinder, wie es u.a. in Australien bereits eingeführt wurde, auch in Deutschland, über die Grenzen von Parteien hinweg zudem in etwa gleichem Maße, bei der weit überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung auf große Akzeptanz stoßen.