German Internet Panel, Welle 69 (Januar 2024) German Internet Panel, Wave 69 (January 2024)

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Das German Internet Panel (GIP) ist eine langfristige Studie an der Universität Mannheim. Das GIP untersucht individuelle Einstellungen und Präferenzen, die in politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen relevant sind. Zu diesem Zweck werden seit 2012 regelmäßig in ganz Deutschland über 3.500 Personen alle zwei Monate zu den verschiedensten Themen online befragt. Das GIP basiert auf einer Zufallsstichprobe der Allgemeinbevölkerung in Deutschland im Alter von 16 bis 75 Jahren. Die Studie startete 2012 und wurde 2014 und 2018 durch neue Teilnehmende ergänzt. Die Rekrutierung der Panel-Teilnehmenden wurde offline durchgeführt. Die GIP-Fragebögen decken eine Vielfalt von Themen ab, welche aktuelle Geschehnisse behandeln.

Der Fragebogen enthält zahlreiche experimentelle Variationen in den Erhebungsinstrumenten. Weitere Informationen finden Sie in der Studiendokumentation. Generelles Interesse an einer Tandempartnerschaft mit einem Neuankömmling; Experiment zu Tandempartnerschaft: Präferenz für einen von zwei fiktiven Neuankömmlingen, deren Charakteristika sich aus einer Kombination von Ausprägungen verschiedener Attribute (Geschlecht, Alter, Familienstand, hat Kinder, Bildungsstand und Deutschkenntnisse) zusammensetzen; Experiment zur Jobauswahl in einem Unternehmen: Präferenz für eines von zwei fiktiven Jobangeboten, deren Charakteristika sich aus einer Kombination von Ausprägungen verschiedener Attribute (Größe des Unternehmens, Entfernung zum Wohnort, Gehalt pro Monat, Merkmale des Unternehmens und sonstige Leistungen) zusammensetzen; Experiment zur Investition in ein Unternehmen: Präferenz für eines von zwei fiktiven Unternehmen, in welches die Befragungsperson als Aktionär investieren würde, deren Charakteristika sich aus einer Kombination von Ausprägungen verschiedener Attribute (Größe des Unternehmens, Branche, Merkmale des Unternehmens, Sonstiges) zusammensetzen: Experiment zur Wahl eines Supermarktes: Präferenz für einen von zwei fiktiven Supermärkten, in denen die Befragungsperson einkaufen würde, deren Charakteristika sich aus einer Kombination von Ausprägungen verschiedener Attribute (Größe des Unternehmens, Entfernung zum Wohnort, Qualität der angebotenen Produkte, Einsparungen pro Jahr verglichen mit dem alten Supermarkt, Merkmale des Unternehmens, Sonstiges) zusammensetzen; Bewertung (Reihenfolge) von fünf Unternehmensentscheidungen nach moralischer Fragwürdigkeit (Mitarbeiter entlassen um den finanziellen Wert des Unternehmens zu steigern, die Steuerlast auf legalem Wege durch Verlagerung von Gewinnen ins Ausland minimieren und weniger Steuern in Deutschland zahlen, dem Vorsitzenden 50-mal mehr Gehalt als dem durchschnittlichen Mitarbeiter zahlen, keine besonderen Maßnahmen zur Steigerung der Geschlechtergleichheit in der Belegschaft treffen, keine besonderen Maßnahmen zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am Energieverbrauch des Unternehmens treffen). Antisemitismus: Links-rechts-Selbsteinstufung; Listenexperiment zur sozialen Erwünschtheit des klassischen Antisemitismus: Anzahl der Aussagen, denen zugestimmt wird (Es ist verständlich, dass manche Leute Steuern hinterziehen, Alkohol am Steuer ist kein Kavaliersdelikt, in Deutschland sollten härtere Strafen für Verbrechen eingeführt werden, die Juden haben zu viel Einfluss in der Welt, Split: ohne die letzte Aussage); Listenexperiment zur sozialen Erwünschtheit des Israel-bezogenen Antisemitismus: Anzahl der Aussagen, denen zugestimmt wird (Die hohen Gehälter für Manager sind gerechtfertigt, die öffentlichen Rundfunkgebühren kommen der Demokratie zugute, es würde uns allen besser gehen, wenn wir weniger Fleisch essen würden, Israel behandelt die Palästinenser so, wie die Nazis die Juden behandelt haben, Split: ohne die letzte Aussage); Doppelmoral-Experimente:Diskriminierung durch Muslime/ Juden/ Katholiken: Zustimmung zur Aussage: Die in Deutschland lebenden Muslime/ Juden/ Katholiken sollten die Diskriminierung von Nicht-Muslimen/ Nicht-Juden/ Nicht-Katholiken in muslimischen Staaten / in Israel/ im Vatikan unmissverständlich anprangern;Verantwortung von Muslimen/ Juden/ Katholiken: Zustimmung zur Aussage: Die in Deutschland lebenden Muslime/ Juden/ Katholiken sollten mehr dafür tun, dass sich muslimische Staaten/ Israel/ der Vatikan in der Welt verantwortungsvoller verhalten;Rechenschaftspflicht von Muslimen/ Juden/ Katholiken: Zustimmung zur Aussage: Die in Deutschland lebenden Muslime/ Juden/ Katholiken sollten für die Handlungen muslimischer Staaten/ Israels/ des Vatikans zur Rechenschaft gezogen werden; Klassischer Antisemitismus: Zustimmung zu verschiedenen Aussagen über Juden (Juden sind genauso loyal gegenüber Deutschland wie alle anderen Menschen, die in Deutschland leben, die Juden haben zu viel Einfluss in der Welt, Juden sprechen nur über den Holocaust, um ihre politische Agenda voranzutreiben, Juden sind mehr hinter Geld her als andere Menschen); Israel-bezogener Antisemitismus: Zustimmung zu verschiedenen Aussagen über Israel (Israel hat ein Recht darauf, als Heimatland für das jüdische Volk zu existieren, Israel hat das Recht, sich gegen diejenigen zu verteidigen, die es zerstören wollen, Israel kann mit allem davonkommen, weil seine Unterstützer die Medien kontrollieren, Israel behandelt die Palästinenser so, wie die Nazis die Juden behandelt haben); Unterstützung für Palästina: Zustimmung zu verschiedenen Aussagen über Palästinenser (Die Palästinenser haben ein Recht auf einen eigenen Staat, palästinensische Terroristen, die Israel attackieren, sind Freiheitskämpfer, Palästinenser stellen sich nur als schwache Opfer dar, um ihre politische Agenda voranzutreiben, die Palästinenser werden von den Israelis seit Jahrzehnten unterdrückt); Experiment zur Toleranz gegenüber einer Person /einer muslimischen Person/ einer jüdischen Person, die Israel als Apartheitsstaat sieht, der die Palästinenser unterdrückt/ Israel das Existenzrecht abspricht (Erlaubnis, so etwas in den sozialen Medien zu schreiben, eine von einer solchen Person angemeldete Demonstration erlauben, Lehrerlaubnis an einer Universität, eine solche Person sollte ihren Arbeitsplatz verlieren); Kantinenexperiment: Zustimmung zum Vorschlag, in Kantinen ausschließlich halal/ koschere Mahlzeiten (z.B. ohne Schweinefleisch)/ zusätzlich zu den herkömmlichen Gerichten auch halal/ koschere Gerichte zu servieren aus Rücksichtnahme auf muslimische / jüdische Speisevorschriften; Feiertagsexperiment: Zustimmung zum Vorschlag einer Landesregierung, einen muslimischen/ jüdischen Feiertag einzuführen, an dem alle Menschen im Bundesland frei haben/ an dem alle Muslime/ Juden im Bundesland frei haben, aber müssen ihn mit Überstunden ausgleichen/ zu diesem Zweck soll ein christlicher Feiertag durch einen muslimischen/ jüdischen Feiertag ersetzt werden). Demographie: Geschlecht; Alter (Geburtsjahr, kategorisiert); höchster Schulabschluss; höchster beruflicher Bildungsabschluss; Familienstand; Haushaltsgröße; Erwerbsstatus; deutsche Staatsangehörigkeit; Häufigkeit der privaten Internetnutzung; Bundesland. Zusätzlich verkodet wurde: Befragten- ID, GIP; Haushalts-ID, GIP; Personen-ID (innerhalb des Haushalts); Jahr der Rekrutierung (2012, 2014, 2018); Interviewdatum; derzeitiger Online-Status; Zuordnung zu Experimentalgruppen. Fragebogenevaluation (interessant, abwechslungsreich, relevant, lang, schwierig, zu persönlich); Beurteilung der Befragung insgesamt; befragte Person hat weitere Anmerkungen zum Fragebogen gemacht.

The German Internet Panel (GIP) is a long-term study at the University of Mannheim. The GIP examines individual attitudes and preferences that are relevant in political and economic decision-making processes. To this end, more than 3,500 people throughout Germany have been regularly surveyed online every two months since 2012 on a wide range of topics. The GIP is based on a random sample of the general population in Germany between the ages of 16 and 75. The study started in 2012 and was supplemented by new participants in 2014 and 2018. The panel participants were recruited offline. The GIP questionnaires cover a variety of topics that deal with current events.

The questionnaire contains numerous experimental variations in the survey instruments. Further information can be found in the study documentation. General interest in a tandem partnership with a newcomer;Experiment on tandem partnerships: Preference for one of two fictional newcomers whose characteristics are composed of a combination of different attributes (gender, age, marital status, has children, level of education, and German language skills); Experiment on job selection in a company: Preference for one of two fictional job offers, whose characteristics are composed of a combination of different attributes (size of the company, distance from home, monthly salary, company features, and other benefits); Experiment on investing in a company: Preference for one of two fictitious companies in which the respondent would invest as a shareholder, whose characteristics are composed of a combination of different attributes (size of the company, industry, company features, other); Experiment on choosing a supermarket: Preference for one of two fictional supermarkets in which the respondent would shop, whose characteristics are composed of a combination of different attributes (size of the company, distance from home, quality of the products offered, savings per year compared to the old supermarket, characteristics of the company, other factors); Rating (order) of five corporate decisions according to moral questionable (laying off employees to increase the financial value of the company, minimizing the tax burden by legally shifting profits abroad and paying less tax in Germany, paying the CEO 50 times more salary than the average employee, taking no special measures to increase gender equality in the workforce, taking no special measures to increase the share of renewable energies in the company´s energy consumption). Antisemitism: Left-right self-placement; List experiment on the social desirability of classic anti-Semitism: number of statements agreed with (it is understandable that some people evade taxes, drunk driving is not a trivial offense, tougher penalties for crimes should be introduced in Germany, Jews have too much influence in the world, split: without the last statement); List experiment on the social desirability of Israel-related anti-Semitism: Number of statements agreed with (High salaries for managers are justified, public broadcasting fees benefit democracy, we would all be better off if we ate less meat, Israel treats the Palestinians the way the Nazis treated the Jews, split: without the last statement); Double standards experiments:Discrimination by Muslims/Jews/Catholics: Agreement with the statement: Muslims/Jews/Catholics living in Germany should unequivocally denounce discrimination against non-Muslims/non-Jews/non-Catholics in Muslim countries/in Israel/in the Vatican;Responsibility of Muslims/Jews/Catholics: Agreement with the statement: Muslims/Jews/Catholics living in Germany should do more to ensure that Muslim countries/Israel/the Vatican behave more responsibly in the world;Accountability of Muslims/Jews/Catholics: Agreement with the statement: Muslims/Jews/Catholics living in Germany should be held accountable for the actions of Muslim countries/Israel/the Vatican; Classic anti-Semitism: Agreement with various statements about Jews (Jews are just as loyal to Germany as everyone else living in Germany, Jews have too much influence in the world, Jews only talk about the Holocaust to advance their political agenda, Jews are more interested in money than other people); Israel-related anti-Semitism: Agreement with various statements about Israel (Israel has a right to exist as a homeland for the Jewish people, Israel has the right to defend itself against those who want to destroy it, Israel can get away with anything because its supporters control the media, Israel treats the Palestinians the way the Nazis treated the Jews); Support for Palestine: Agreement with various statements about Palestinians (Palestinians have a right to their own state, Palestinian terrorists who attack Israel are freedom fighters, Palestinians only portray themselves as weak victims in order to advance their political agenda, Palestinians have been oppressed by the Israelis for decades); Experiment on tolerance towards a person/a Muslim person/a Jewish person who sees Israel as an apartheid state that oppresses Palestinians/denies Israel´s right to exist (permission to write such things on social media, allow a demonstration registered by such a person, teaching permission at a university, such a person should lose their job); Canteen experiment: Agreement with the proposal to serve only halal/kosher meals (e.g., without pork) in canteens/to serve halal/kosher dishes in addition to conventional dishes out of consideration for Muslim/Jewish dietary laws; Holiday experiment: Agreement with a state government´s proposal to introduce a Muslim/Jewish holiday on which all people in the state have the day off/on which all Muslims/Jews in the state have the day off but must compensate for it with overtime/for this purpose, a Christian holiday is to be replaced by a Muslim/Jewish holiday). Demography: sex; age (year of birth, categorized); highest school leaving certificate; highest vocational qualification; marital status; household size; employment status; German citizenship; frequency of private internet use; federal state. The following were also coded: respondent ID, GIP; household ID, GIP; personal ID (within the household); year of recruitment (2012, 2014, 2018); interview date; current online status; assignment to experimental groups. Questionnaire evaluation (interesting, varied, relevant, long, difficult, too personal); overall assessment of the survey; respondent made further comments on the questionnaire.

Personen zwischen 16 und 75 Jahren, die zum Zeitpunkt der Rekrutierung in Privathaushalten lebten

Persons between the ages of 16 and 75 who were living in private households at the time of recruitment

Wahrscheinlichkeitsauswahl: Mehrstufige Zufallsauswahl

Probability: Multistage

SelfAdministeredQuestionnaire.WebBased

Identifier
DOI https://doi.org/10.4232/1.14743
Related Identifier IsNewVersionOf https://doi.org/10.4232/1.14579
Metadata Access https://api.datacite.org/dois/10.4232/1.14743
Provenance
Creator German Internet Panel, Universität Mannheim
Publisher GESIS
Contributor forsa.main, Frankfurt am Main
Publication Year 2026
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Representation
Language German
Resource Type Dataset; NumerischNumeric
Version 1.1.0
Discipline Social Sciences
Spatial Coverage Germany