English version below: Familiäre Strukturen spielen sowohl für die Entscheidung des Verlassens des Herkunftslandes als auch für das Wohlbefinden von Menschen aus Krisenregionen und ihr Einleben im Zielland eine zentrale Rolle. Vor diesem Hintergrund wurde das Forschungsprojekt „Forced Migration and Transnational Family Arrangements: Eritrean and Syrian Refugees in Germany (TransFAR)“ durch das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) konzipiert und durchgeführt. Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über (transnationale) Familienkonstellationen von Personen aus Eritrea und Syrien, die daraus resultierenden Konsequenzen für das Leben dieser Personen in Deutschland sowie deren inner- und außerfamiliäre soziale Beziehungen zu schaffen. Dafür wurde im Rahmen des TransFAR-Projektes eine eigene quantitative Erhebung durchgeführt und eine entsprechende repräsentative Datengrundlage geschaffen, die neue Daten insbesondere zu folgenden drei Themenbereichen liefert: 1. Vielfalt der Konstellationen, Beziehungen und räumlichen Verteilung von Familien aus Eritrea und Syrien, 2. „Doing transnational family“ – Ausgestaltung der (transnationalen) Beziehungen mit Familienangehörigen in Deutschland und in anderen Ländern und 3. Ausgestaltung des Lebens und der außerfamiliären sozialen Kontakte von Menschen aus Eritrea und Syrien in Deutschland (persönliche soziale Netzwerke). Neben soziodemografischen Merkmalen wurden in der Befragung Informationen zu den Lebensumständen und den Aufenthaltsorten verschiedener Familienmitglieder erhoben. Auch wurden weitere außerfamiliäre soziale Kontakte durch persönliche Netzwerke umfangreich erfasst. Um abzubilden, auf welche Unterstützungsleistungen im Rahmen dieser Netzwerke zurückgegriffen werden kann und wie genau diese Netzwerke aussehen, gab es hierzu eine Reihe von Folgefragen. Des Weiteren deckt der Fragebogen Themen wie die Gründe für die Entscheidung zur Migration sowie die Migrationsprozesse der Familien und die Zufriedenheit mit verschiedenen Lebensbereichen in Deutschland ab. Einige Fragen wurden mit entsprechenden Hinweisen versehen, dass diese sich auf die Situation vor der Covid-19-Pandemie beziehen. Zudem wurden einige wenige zusätzliche Fragen mit Bezug zur Covid-19-Pandemie ergänzt. English: Among people in regions affected by crisis, the decision to leave their country of origin as well as their well-being and integration in destination countries are strongly influenced by family structures. The research project “Forced Migration and Transnational Family Arrangements: Eritrean and Syrian Refugees in Germany (TransFAR)” was initiated by the Federal Institute for Population Research (BiB) in cooperation with the Research Centre of the Federal Office for Migration and Refugees (BAMF-FZ). The project aim was to provide a comprehensive picture of (transnational) family constellations among individuals from Eritrea and Syria, the resulting consequences for their lives in Germany, and their intra- and extra-familial social relationships. To achieve this, a quantitative survey was conducted, creating a representative dataset offering new insights into three main thematic areas: 1. Diversity of family constellations, arrangements, and spatial distribution of Eritrean and Syrian families, 2. “Doing transnational family” – the organization of (transnational) relationships with family members in Germany and in other countries and 3. The social life and extra-familial social contacts of persons from Eritrea and Syria in Germany (personal social networks). In addition to sociodemographic characteristics, the survey collected information on the living circumstances and places of residence of various family members. Furthermore, non-family social contacts were extensively captured through a detailed personal network module. A series of follow-up questions examined the types of support available within these networks and their specific structures. The questionnaire also covers topics such as the reasons behind the decision to migrate, family migration processes, and satisfaction with various aspects of life in Germany. Several questions include references to the situation prior to the COVID-19 pandemic, while a small number of additional items were added to address pandemic-related aspects.
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