Diese vergleichende, länderübergreifende Studie untersucht politischen und religiösen Radikalismus sowie Extremismus in Europa. Sie ermöglicht systematische Vergleiche zwischen links-, rechts- und religiös motivierten Formen des Extremismus sowie religiösem Fundamentalismus und analysiert, inwiefern sich diese Phänomene überschneiden, voneinander unterscheiden und sich potenziell gegenseitig verstärken.
Ziel der Studie ist es, sowohl explizite als auch implizite extremistische Einstellungen zu konzeptualisieren, zu messen und zu erklären, die Demokratie als politisches System ablehnen, anstatt lediglich bestimmte liberaldemokratische Normen zu kritisieren. Die Daten ermöglichen Analysen der sozialen Ursachen, Folgen und Wechselwirkungen verschiedener Formen politischen und religiösen Radikalismus in europäischen Gesellschaften.
Die Daten umfassen zwei Befragungswellen sowie begleitende Pretests, die in mehreren europäischen Ländern und den USA durchgeführt wurden. Die Hauptbefragungen enthalten repräsentative Stichproben der einheimischen Bevölkerung sowie ein Oversampling muslimischer Befragter. Die erste Welle wurde in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien durchgeführt, während die zweite Welle das Design auf Deutschland, Frankreich, Ungarn und Griechenland ausweitete. Dadurch werden länderübergreifende Analysen von Radikalismus, gesellschaftlichen Spannungen und Wahrnehmungen von Extremismus ermöglicht.
Ein zentrales Merkmal des Datensatzes ist die Einbindung neu entwickelter und validierter Einstellungsskalen zur Messung von linksradikalen, rechtsradikalen und allgemein antidemokratischen extremistischen Einstellungen. Um sozial erwünschte Antworttendenzen in der Extremismusforschung zu berücksichtigen, kombinieren die Befragungen direkte Survey-Items mit indirekten und impliziten Messverfahren, darunter ein Modul mit einem Implicit Association Test (IAT), das in ausgewählten Stichproben eingesetzt wurde. Dieses Design ermöglicht die Analyse sowohl bewusst geäußerter als auch impliziter extremistischer Einstellungen.
Darüber hinaus enthält der Datensatz eine breite Palette erklärender Variablen, darunter soziodemografische Merkmale, politische Einstellungen, ideologische Orientierungen, Religiosität, psychologische Dispositionen sowie wahrgenommene soziale und politische Benachteiligungen. Diese Variablen erlauben es, gemeinsame und spezifische Ursachen verschiedener Formen des Extremismus sowie deren Auswirkungen auf sozialen Zusammenhalt und demokratische Stabilität zu untersuchen.
Der harmonisierte Datensatz integriert beide Hauptbefragungswellen sowie die begleitenden Pretests und ist durch konsistente Variablennamen und standardisierte Dokumentation aufbereitet.
This comparative cross-national study examines political and religious radicalism and extremism in Europe. It enables systematic comparisons of left-wing, right-wing, and religious forms of extremism as well as religious fundamentalism, and investigates how these phenomena overlap, diverge, and potentially reinforce each other.
The study aims to conceptualize, measure, and explain both explicit and implicit extremist attitudes that reject democracy as a political system rather than merely opposing specific liberal-democratic norms. The data allow analyses of the social roots, consequences, and interrelations of different forms of political and religious radicalism across European societies.
The data comprise two survey waves and accompanying pretests conducted in European countries and the United States. The surveys include representative samples of native populations alongside oversamples of Muslim respondents. The first wave covered Germany, the Netherlands, and Great Britain, while the second expanded the design to Germany, France, Hungary, and Greece, enabling cross-national analyses of radicalism, social tensions, and perceptions of extremism.
A key feature of the data is the inclusion of newly developed and validated attitudinal scales measuring left-wing radicalism, right-wing radicalism, and general anti-democratic extremist attitudes. To address social desirability bias in extremism research, the surveys combine direct survey items with indirect and implicit measurement approaches, including an Implicit Association Test (IAT) module implemented in selected samples. This design enables analyses of both consciously expressed and implicit extremist attitudes.
In addition, the data includes a wide range of explanatory variables, such as sociodemographic characteristics, political attitudes, ideological orientations, religiosity, psychological dispositions, and perceived social and political grievances. These measures allow researchers to examine both shared and distinct drivers of different forms of extremism and their implications for social cohesion and democratic stability.
The harmonized dataset integrates information from both main survey waves and accompanying pretests and is documented using consistent variable naming and standardized documentation.
Die Zielpopulation umfasst Einwohner*innen der jeweiligen Befragungsländer im Alter von 18 bis 69 Jahren zum Zeitpunkt der Erhebung. Die Stichprobeneinheit ist die einzelne befragte Person.
The target population comprises residents of the respective survey countries aged 18–69 at the time of the survey. The sampling unit is the individual respondent.
Nicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl: Quotenstichprobe
Non-probability: Quota
SelfAdministeredQuestionnaire.ComputerAssisted