Studiensituation und studentische Orientierungen 2006/07 (Studierenden-Survey) Learning Conditions and Student Orientations 2006/07

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Fachstudium und Hochschulzugang, Ausbildungswahl und Studienerwartungen, Studium und Lehre, Lern- und Arbeitsverhalten, studentische Lebenssituation, Kontakte und Kommunikation, Studienerfahrungen und Studienprobleme, Computer und Internetnutzung, Entwicklung der Hochschulen, Berufswahl und Berufsvorstellungen, gesellschaftlich-politische Vorstellungen.

Themen: 1. Fachstudium und Hochschulzugang: Art des Studiums (Erst- oder Zweitstudium, Aufbaustudium oder Promotionsvorbereitung); Fächerkombination; angestrebter Studienabschluss; Praxissemester; Art der Hochschulreife bzw. der Hochschulzugangsberechtigung und Jahr des Erwerbs; Bundesland, in dem die Berechtigung zum Hochschulstudium erworben wurde; Leistungskurse; Abiturnote; Tätigkeit nach Erwerb der Hochschulreife; berufliche Ausbildung; Zeitspanne zwischen Erwerb der Hochschulreife und Studienbeginn; Anzahl der Hochschulsemester und Fachsemester.

  1. Ausbildungswahl und Studienerwartungen: Charakterisierung der Situation vor Studienbeginn; Studienwahlmotive; Selbsteinschätzung der Informiertheit über ausgewählte Fragen des Hochschulstudiums; Charakterisierung des eigenen Hauptstudienfaches; persönlicher Nutzen des Hochschulstudiums (Skala: Interessante Arbeit, gutes Einkommen, Erreichen hoher sozialer Position, Entwicklung von Vorstellungen und Ideen, Interesse am Fachgebiet, gute wissenschaftliche Ausbildung, Allgemeinbildung, Hinauszögern der Zeit bis zur Berufstätigkeit, Hilfe für Andere sein, Beitrag zur Verbesserung der Gesellschaft); Beurteilung der Studienanforderungen in Bezug auf Faktenwissen, Verständnis zugrunde liegender Prinzipien, Entwicklung eigener Interessensschwerpunkte, Analysefähigkeit komplexer Sachverhalte, Kritikfähigkeit gegenüber Lehrmeinungen, Intensität der Arbeit für das Studium, Erbringen regelmäßiger Leistungsnachweise, Beteiligung an Diskussionen in Lehrveranstaltungen, Zusammenarbeit mit Kommilitonen, Umsetzung des Gelernten auf praktische Fragen und Anwendungen, Auseinandersetzung mit theoretischen Fragen und Aussagen und Bezug zu sozialen, politischen und ethischen Fragen, Forschungsmethoden selbständig anwenden (Skala); Einschätzung des Nutzens für die persönliche und geistige Entwicklung sowie der Verbesserung der Berufschancen durch: Hochschulwechsel, Forschungspraktikum, Auslandsstudium, praktische Arbeitserfahrung außerhalb der Hochschule, berufliche Vorbildung, Tätigkeit als studentische Hilfskraft oder Tutor, hochschulpolitisches Engagement, schneller Studienabschluss, EDV- und Computerkenntnisse, gute Examensnote und Promotion, Masterstudium im Anschluss an den Bachelor sowie Erwerb von Fremdsprachen.

  2. Studium und Lehre: Lehrsituation im eigenen Fachbereich (Skala: Ausfall einzelner Lehrveranstaltungstermine, Überschneidungen von Lehrveranstaltungen, Hochschullehrerbeurteilung); Beurteilung der Qualität der im aktuellen Semester besuchten Veranstaltungen und Dozenten hinsichtlich Definition des Lernziels, Verständlichkeit, Motivation, Aufzeigen von Zusammenhängen Praxisbezug, Übersichtlichkeit sowie Leistungsnachweise, vertiefende Beschäftigung mit wissenschaftlichen Problemen, Einführung in die Anwendung von Forschungsmethoden (Skala); bisherige sowie beabsichtige Teilnahme an fachbereichsübergreifenden Lehrveranstaltungen bzw. Weiterbildungen; derzeitige bzw. frühere Tätigkeit als studentische Hilfskraft oder Tutor.

  3. Lern- und Arbeitsverhalten: Sorgen, intensives und konzentriertes Arbeiten, Wichtigkeit eines guten Examens, leichtes Erlernen fachbezogener Inhalte, Prüfungsangst, Einteilung des Lernstoffs, rascher Studienabschluss (Skala); Häufigkeit des persönlichen Engagements über das Fachstudium hinaus: Lesen von Fachliteratur, Interessenschwerpunkte sehen, Problemlösungsverhalten, Forschungsergebnisse hinterfragen, Durchführung kleiner Untersuchungen zu einem bestimmten Thema; Pflicht-Praktikum im Studiengang bzw. Zeitdauer mehrerer Praktika; Reglementierung des Studiums; Ausrichtung des Studiums an Studienordnungen; vorgegebenes und tatsächliches Studienprogramm; abgelegte Zwischenprüfung/Vordiplom; Fachsemester und Durchschnittsnote der Zwischenprüfung bzw. des Vordiploms; Zufriedenheit mit den bisherigen Noten; Bachelor-Abschluss und Durchschnittsnote; Studierende im Masterstudiengang wurden gefragt: erster Abschluss; Dauer zwischen erstem Abschluss und Aufnahme des Masterstudiums, Masterstudiengang konsekutiv, vertiefend oder weiterbildend; beabsichtigtes Masterstudium nach Erreichen des ersten Abschlusses (z.B. Bachelor); bisher erworbene Leistungspunkte (ECTS-Punkte); aufgewendete Wochenstunden für Lehrveranstaltungen, Arbeitsgruppen, Selbststudium, nicht-fachbezogene Veranstaltungen, studienbezogenen Aufwand, Kinderbetreuung, Beschäftigung als Hilfskraft/Tutor und Erwerbstätigkeit.

  4. Studentische Lebenssituation: Art der Studienfinanzierung (Eltern, BAföG, Kredit, Stipendien, Erwerbstätigkeit); Wichtigkeit ausgewählter Gründe für die Erwerbstätigkeit; geplante Fachsemesterzahl bei Abschluss; Verzug gegenüber geplantem zeitlichem Verlauf; Hauptfach- oder Hochschulwechsel bzw. Wechsel der Hochschulart; Absolvieren von Praktikum; Studiumsunterbrechung; Mitarbeit an Forschungsprojekten; Pläne für: Hochschulwechsel, Praktikum, Promotion, Unterbrechung des Studiums, Wechsel der Hochschulart; Praktikum oder Sprachkurs im Ausland und Auslandsstudium; Gedanken an Hauptfachwechsel oder Abbruch des Studiums; Selbsteinschätzung als Vollzeit-, Teilzeit- oder Pro-forma-Student; Einstellung zur Promotion (Skala).

  5. Kontakte und Kommunikation: Beschreibung der Kontakthäufigkeit zu: Bekannten außerhalb der Hochschule, Familienmitgliedern, Studierenden des eigenen Faches und aus anderen Fächern, Assistenten, Professoren des eigenen Fachs, Personen aus dem zukünftigen Berufsfeld und zu ausländischen Studenten; Zufriedenheit mit Kontakten zu Kommilitonen und Lehrenden; Existenz von Ansprechpartnern in der Hochschule; reine Leistungsorientierung; Anonymität des Lehrbetriebs; generelle Studienzufriedenheit; Betreuungs- und Beratungsmöglichkeiten durch Lehrende (regelmäßige Sprechstunden, informelle Beratungs- und Betreuungsmöglichkeiten, Orientierungsveranstaltungen, Veranstaltungen zur Prüfungsvorbereitung) und Nutzungshäufigkeit; Häufigkeit der Inanspruchnahme anderer Beratungsformen (Zentrale Studienberatung, studentische Studienberatung und Auslandsamt) sowie Bewertung des Nutzens der jeweiligen Beratung; Wichtigkeit einer Beratung für die Berufsentscheidung hinsichtlich: persönliche Eignung, Arbeitsbedingungen, Zusatzqualifikationen, alternative Beschäftigungsmöglichkeiten und solche im Ausland sowie berufliche Möglichkeiten und Aussichten mit dem Bachelor-Abschluss (Skala).

  6. Studienerfahrungen und Studienprobleme: Beurteilung von: Struktur des eigenen Studiengangs, Qualität des Lehrangebots, Art der Durchführung von Lehrveranstaltungen, Betreuung und Beratung durch Lehrende, Raum- und Sachausstattung, Internetzugang an der Hochschule sowie den Nutzen von Veranstaltungen zur Studieneinführung im eigenen Studiengang; empfundene fachliche, soziale und intellektuelle Förderung im Studium; Ausmaß persönlicher Schwierigkeiten und Belastungen im Studium; Dringlichkeit ausgewählter Verbesserungsvorschläge für die persönliche Studiensituation wie z.B. Konzentration der Studieninhalte, Verringerung von Prüfungsanforderungen, stärkerer Praxisbezug, kleinere Lehrveranstaltungen und intensivere Betreuung, Tutorien, BAföG-Sätze, Marktchancen, Brückenkurse, Kinderbetreuung; erneute Entscheidung für ein Studium unter den derzeitigen Voraussetzungen.

  7. Internetnutzung: Häufigkeit, Art und Zweck der Internetnutzung privat und an der Hochschule.

  8. Hochschulpolitische Partizipation: Interesse und Partizipation an Aktivitäten ausgewählter Hochschulgruppen (ASTA, Senat, Studentenverbindung, Sport, Kultur); präferierte Aufgaben für die studentische Vertretung; Ablehnung und Akzeptanz ausgewählter Formen hochschulpolitischen Protests.

  9. Entwicklung der Hochschulen: Wichtigkeit der Weiterentwicklung der Hochschulen durch: Abschaffung von Zulassungsbeschränkungen, Erweiterung der Kapazitäten, inhaltliche und hochschuldidaktische Reformen, Beteiligung der Studierenden an der Lehrplangestaltung, Anhebung des Leistungsniveaus, strengere Auswahl bei der Zulassung, frühzeitige Eignungsfeststellung im Studienfach, Einrichtung spezieller Studiengänge für Teilzeit-Studenten, Personalaufstockung, verstärkte Kooperation zwischen Hochschulen und Wirtschaft, häufigere Anwendung von Multimedia und Internet, Praktikum als fester Bestandteil des Studiums, verstärkte Förderung begabter Studierender, mehr Wettbewerb unter den Hochschulen, Auswahlgespräche und Zulassungsprüfungen durch die einzelnen Hochschulen; Wichtigkeit ausgewählter Maßnahmen zur Gestaltung des Europäischen Hochschulraumes (EHR): Einführung des Credit-Point-Systems, Bachelor nach sechs Semestern, Masterstudiengänge nach dem ersten Abschluss, internationale Ausrichtung des Studiums, Umstellung des Studiengangs auf die gestufte Studienstruktur (BA/MA), verbesserte Möglichkeiten für Auslandsstudium, Akkreditierung von Studiengängen, Vergleichbarkeit des Standards für Studienleistungen mit ausländischen Hochschulen sowie studentische Partizipation an der Gestaltung des EHR; perzipierte Umsetzung ausgewählter Ziele zur Gestaltung des Europäischen Hochschulraumes (EHR): Umstellung des Studiengangs auf die gestufte Studienstruktur, Einführung des Kredit-Punkt-Systems (ECTS), Modularisierung der Studiengänge, Teile des Studiums im Ausland absolvieren, Lehrveranstaltungen in englischer Sprache, Eurostreaming-Studienangebote, internationale Kooperation mit ausländischen Hochschulen, Qualitätskontrolle und Evaluation der Lehre, Auslandssemester als fester Bestandteil des Studiengangs, studentische Beteiligung an der Umsetzung der Ziele des EHR, Akkreditierung des Studiengangs sowie Weiterbildungsangebote; Interesse an und Nutzung von neuen Formen der Studienorganisation (speziell Studienorganisation für Teilzeitstudierende, offene Universität, Sandwich-Studium, Freischuss-Regelung, virtuelle Universität, Bachelor nach sechs Semestern und studienbegleitende Prüfungen mit anrechenbaren Leistungspunkten); Beurteilung des Bachelorstudiengangs hinsichtlich größerer Attraktivität für ausländische Studierende, Arbeitsmarktchancen, berufsqualifizierendere Hochschulausbildung, besserer Chancen im Ausland, eines geeigneten Abschlusses für nicht wissenschaftlich Interessierte, einfacher Wechsel zwischen Hochschularten, zu geringer wissenschaftlicher Qualität der Ausbildung, zu starker Einschränkung der individuellen Studiengestaltung, unübersichtlicher Mengen an spezialisierten Studienfächern, geringer Förderung von Schlüsselqualifikationen, Hochschulabsolventen zweiter Klasse, Schwierigkeiten eines Auslandsstudiums; Wichtigkeit ausgewählter Motive für die Wahl der Hochschule.

  10. Berufswahl und Berufsvorstellungen: Berufsziel; berufliche Wertvorstellungen; angestrebte dauerhafte Tätigkeitsbereiche z.B. in der Hochschule, in der Privatwirtschaft oder als Unternehmer; Einschätzung der Schwierigkeit, eine Arbeitsstelle zu finden; Wunsch nach dauerhafter bzw. zeitweiser Berufstätigkeit in Deutschland, in Europa oder außerhalb Europas sowie Einschätzung der zukünftigen Arbeitsmarktchancen für Absolventen des eigenen Studiengangs in diesen Regionen; perzipierte Alternativen bei Arbeitsmarktschwierigkeiten; Einschätzung der Chancengleichheit von Männern und Frauen im angestrebten Berufsfeld.

  11. Gesellschaftlich-politische Vorstellungen: Wichtigkeit ausgewählter Lebensbereiche; Interesse für: studentische Politik an der eigenen Hochschule, allgemeines Politikinteresse, hochschulpolitische Fragen und Entwicklungen sowie Europapolitik und europäische Vereinigung; Einstellung zum politischen System in der BRD und zur politischen Partizipation; Einstellung zu Wettbewerb, Chancengleichheit, sozialen Unterschieden und zur leistungsadäquaten Bezahlung; politische Selbsteinstufung; Einstellung zu politischen Zielen: Bewahren der Familie, harte Bestrafung der Kriminalität, volle Mitbestimmung der Arbeitnehmer, Förderung technologischer Entwicklung, Begrenzung der Zuwanderung von Ausländern, Gleichstellung der Frau, Abschaffung des Privateigentums an Industrieunternehmen, Sicherung der freien Marktwirtschaft, Priorität des Umweltschutzes, politische und wirtschaftliche Integration Europas, Ausstieg aus der Kernenergie, stärkere Unterstützung der Entwicklungsländer, Beteiligung der Bundeswehr an Einsätzen der UN, Abwehr kultureller Überfremdung, Reduzierung des Wohlfahrtsstaates, Garantie des Rechts auf Arbeit; politische Selbsteinschätzung im Vergleich zur Allgemeinheit und zu Kommilitonen auf einem Links-Rechts-Kontinuum.

Demographie: Alter; Geschlecht; Familienstand; Kinderzahl; Studienort; Schul- und Berufsabschluss der Eltern; Bereich der beruflichen Ausbildung der Eltern; berufliche Stellung der Eltern.

Zusätzlich verkodet wurde: Tag und Monat des Interviews. Studierende an 25 deutschen Universitäten und Fachhochschulen Zufallsauswahl Die Umfrage wurde im Wintersemester 2006/07 durchgeführt und ist Teil einer Befragungsreihe. Weitere Studien sind unter den ZA-Studien-Nrn. 1884, 1885, 2416, 2417, 3130, 3131, 3511, 4208 und 4344 archiviert. Postalische Befragung mit standardisiertem Fragebogen

Identifier
DOI http://dx.doi.org/doi:10.4232/1.12507
Related Identifier DOI: 10.4232/1.4263
Metadata Access https://www.da-ra.de/oaip/oai?verb=GetRecord&metadataPrefix=oai_dc&identifier=oai:oai.da-ra.de:470547
Provenance
Creator Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bonn;Bargel, Tino;Georg, Werner
Publisher GESIS Data Archive
Contributor Arbeitsgruppe Hochschulforschung, Universität Konstanz
Publication Year 2016
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Language German
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Temporal Coverage period : ( None - 2006-07-01T11:59:59Z )